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Dr. Kocholl

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Kocholl, Die Haftungsfreizeichnung bei Personenschäden, ZVR (Zeitschrift für Verkehrsrecht) 2006,  512

Selbstbestimmung und Rechtsgüterschutz. Die Rechtslage innerhalb und außerhalb von Verbraucherverträgen. Derzeitige Möglichkeiten der Haftungsfreizeichnung. Kritik an § 6 Abs 1 Z 9 KSchG. Die Freizeichnung bei Reiseveranstalterverträgen. Europarechtliche Einflüsse und die Folgen einer Mindestharmonisierung. Wertungswidersprüche de lege lata. Verbesserungsmöglichkeiten de lege ferenda und ihre Begründung. Methodische Auswege vor einer/ohne eine Gesetzesänderung. Das bewegliche System einer Haftungsfreizeichnung.

Kocholl, Juristischer Hausverstand statt Formel, Reaktion auf Werner Munter, „Formel statt Floskel“ in berg&steigen 4/05, 38 erschienen in bergundsteigen 1/06, 12-13

Kann die Munterformel juristisch wertende Entscheidungen ersetzen? Munters Berechnungen und Argumente werden widerlegt. Muss der Lawinenunfall vorhersehbar sein? Diskussion des Val S-charl-Urteils (BGE 118 IV 130). Die Bedeutung von Entlastungsabständen und ihr Unterschied zu Sicherheitsabständen. Die Bedeutung aller strategischen Lawinenvermeidungsmethoden für die zivil- und strafrechtliche Beurteilung eines Verhaltens bei einem Unfall.

Kocholl, Naturgefahren und Zivilrecht in Fuchs/Khakzadeh/Weber (Hrsg.) Recht im Naturgefahrenmanagement (2006) 47-66

Aufgabenstellung und Eingrenzung. Risikomanagement durch Schadensersatzrecht. Die Eigenverantwortung in § 1311 Satz 1 ABGB. Schadensverlagerung oder Schadensvermeidung? Neuseeländisches personal injury-Recht und die Lehren daraus. Die Prävention im Schadenersatzrecht, Notstand § 1306a ABGB, zivilrechtliche Steuerungselemente; Amtshaftung, insbesondere beim Grundstückwidmungs- und Bauverfahren, Haftung von Lawinenkommissionen, Nachbarrechtliche Ansprüche, Wegehalterhaftung im alpinen Gelände, Bergsport und Recht: Gefahrerhöhender unerwünschter Zeitverlust durch Sicherungsmaßnahmen, das gewählte Risiko vs. Restrisiko und die Bedeutung der Aufklärung, Haftungsfreizeichnung, Organisationsverschulden und Veranstalterhaftung, Freiheit und Selbsthilfe bei Fremdgefährdung am Beispiel der Schneebrettgefahr bei Schitouren.

Kocholl, Sportklettern- Sicherheitsfragen, Verkehrsnormen, Standards und Rechtsprechung, Sicherheit im Bergland 2006, Seiten 152-167, Jahrbuch des Österr. Kuratoriums für alpine Sicherheit

Besonderheiten des Sportkletterns, Einordnung des freeclimbing ins Sportrecht, Abgrenzung zum Alpinismus, Beurteilung des Unrechts, Förderung der Prävention durch Recht, Haftungsgrundlagen, Bedeutung der Schwierigkeitsgrade und des Risikos beim Sportklettern, Gesetze, rechtliche Relevanz der Kletterregeln, Standards, Bedeutung als Vertrauens- und Kletterpartnertauschbasis. Worin können Verkehrsnormen bestehen? Macht die Bezeichnung als Empfehlung rechtlich einen Unterschied? Zahlreiche internationale Urteile zu allen Fragen des Sportkletterns, insbesondere zum Partnercheck, zur Sicherungsgerätebedienung und zum dynamischen Sichern. Haftung für Ausrüstungsverleih. Helmtragepflicht. Versicherungsrechtliche Aspekte des Sportkletterns. (Insgesamt detaillierter als im Tagungsband Bochum)

Kocholl, Organisationsverschulden bei Alpinveranstaltern im Rechtsvergleich, Sicherheit im Bergland 2006, Seiten 184-201, Jahrbuch des Österr. Kuratoriums für alpine Sicherheit

Veranstalterhaftung, Flying Fox-Rudolfshütte, zivilrechtliche Jamtal-Urteile, Erfüllungsgehilfenhaftung, Entstehung des Organisationsverschulden als eigenes Verschulden, Auswüchse im Zusammenhang mit Alpinveranstaltern. Wie wird der Stand der Technik beurteilt? IQ-Abseilunfall an der Weißbachwand, Reisevertragsrecht am Berg, Reiseveranstalterhaftung, Pauschalreiserichtlinie, KSchG, BGB, Pauschalreisegesetz der Schweiz, Wann darf ein Veranstalter dem Erfüllungsgehilfen so vertrauen, dass der Veranstalter nicht selbst für Sicherheit zu sorgen hat? Informations- und Aufklärungspflichten, Anforderungen an ein Sicherheitskonzept, Teilnehmerauswahl, Möglichkeiten einer Haftungsvermeidung, das neue Verbandsverantwortlichkeitsgesetz, Sicherheitszertifikate.

Kocholl, Rechtliche Regelungen zur Sicherheit im organisierten und freien Skiraum im Rechtsvergleich in Henke/Schulz/Platen, Sicherheit im Sport, Kongress Bochum (2006) 185-196

Sicherheit als Optimierungsaufgabe unter Beibehaltung der Freiheit. The Turin Charter on Skiing Safety - Rechtsvereinheitlichungsfragen. Der rechtliche Charakter der FIS-Regeln. Das neue italienische Pistenrecht. Der organisierte und freie Schiraum – wo gelten die FIS-Regeln? Alkohol auf der Piste. Das Variantenfahren und die Lawinengefahr. Das Fahren auf eigenes Risiko. Variantenfahrer gefährden andere durch ihr Verhalten. Warn- und Sperrpflichten im freien Skiraum und die Haftung der Liftbetreiber oder der Lawinenkommission. Betretungsfreiheit auf dem Berg. Die Bedeutung der Eigenverantwortung.

Kocholl, Schadensvermeidende „Standards“ beim Sportklettern und ihre Auswirkung auf Praxis und Rechtssprechung in Henke/Schulz/Platen, Sicherheit im Sport, Kongress Bochum (2006) 393-400

Die Schadensvermeidung als Ziel der Verhaltensregeln. Die rechtliche Relevanz der Kletterregeln und ihre eingeschätzte Existenz als Verkehrsnormen. Unterschied zwischen Verkehrsnorm und „Standard“ (SOP). Ein freies Seilende als eine haftungsrelevante Unfallursache. Beherrschung und Verständnis des Sicherungsgerätes und des Sicherns. Beispiele aus der Rechtssprechung. Normgerechte Ausrüstung, Schmelzverbrennung, Richtigkeit der Seilkommandos, Aufklärung, Helmtragepflicht und andere Empfehlungen. Eigenverantwortliches Handeln uns Risikobewusstsein beim Klettern.

Kocholl, Die Schwerkraft vor dem Gesetz: Die Rechtswidrigkeit bei stürzenden Menschen und Steinschlag, bergundsteigen 3/06, 18-22.

Amtsgericht Schwäbisch Hall: Ein fallender Mensch verursacht Tod eines Wanderers, das Ergebnis: fahrlässige Tötung. Wie sollte das Urteil nicht verstanden werden? Keine Konsequenzen dahingehend, dass Sicherungen stets verwendet werden müssen. Das Übereinanderklettern und die Sorgfaltswidrigkeit des von unten Kommenden. Vorschlag für eine neue Kletterregel. Stürze auf Klettersteigen, wer haftet? Seilschaftsstürze (ua auf Hochtouren) und die rechtlichen Folgen. Haftung für fahrlässig ausgelösten Steinschlag. Die Fahrlässigkeit im Strafrecht an Hand des durch Menschen ausgelösten Steinschlags kurz erklärt.

Milewski, Haftung für Kletterrouten und Möglichkeiten ihrer Beschränkung (Uni Innsbruck, Dipl.-Arb. 2006)

Arten von Kletterrouten/Klettersteige. Veränderung des Risikobewusstseins beim Klettern. Die Verkehrssicherungspflichten im Allgemeinen. Kletterrouten als Wege. Grundsätzliches zur Wegehalterhaftung. Pflichten und Haftung der Wegehalter. Eigenverantwortung/Mitverschulden des Geschädigten beim Kletterunfall. Deliktische Haftung und Anwendung der allgemeinen Verkehrssicherungspflichten bei Kletterroten. Vertragliche Haftung im Bergland und in einer Kletterhalle. (Faktische) Möglichkeiten der Haftungsbeschränkung.

Kocholl, Rechtfertigung und Akzeptanz neuer und alter Führungstechniken, Sicherheit im Bergland (2005) 153-164

Gründe für unterschiedliche Anwendung der neuen und alten Führungstechniken. Gutes Zeitmanagement minimiert das Risiko. Rollenwandel beim Geführten- vom Befehlsempfänger zum Partner. Mitwirkungspflichten des Geführten. Die Betonung der Eigenverantwortung erhöht die Sicherheit und verbessert die Leistung. Das gewählte Risiko, Risikokompensation und das optimale Risiko. Die Pflichten aus dem Führungsvertrag. Kein rechtsfreier Raum am Berg möglich und keine Angst vor der Justiz nötig. Im Recht geht es um präventiv wirkende, interessenabwägende Verhaltensnormen. Beispiel Mizzi-Langer Urteil. Notwendige Akzeptanz juristisch - im Vergleich zu herkömmlicher Führungspraxis prima facie - problematischer Verhaltensweisen. Notwendige Akzeptanz des Rechts.

Kocholl, Haftungsfreizeichnung und sonstige Möglichkeiten einer Haftungsbeschränkung, Sicherheit im Bergland (2005) 165-183

Die allgemeinen Haftungsgrundsätze im Zivilrecht – „Nur wer weiss, wie eine Haftung entsteht, kann Sie vermeiden – genauso wie Schneebrettlawinen.“ Haftungsfreizeichnungs(un)möglichkeiten nach derzeitiger Rechtslage: Keine Haftungsfreizeichnung in Verbraucherverträgen bei Personenschäden. Die jüngere Rechtsprechung und Literaturentwicklung zur Haftungsfreizeichnung. Faktische Möglichkeiten einer Haftungsbegrenzung. Vertragsschluss? Rechtsvergleichung mit Deutschland und Schweiz. Der Reiseveranstaltervertrag am Berg. Aufklärungspflichten der Bergführer und die Selbstverantwortung. Als Änderungsvorschlag: Das bewegliche System bei Haftungsfreizeichnungen de lege ferenda.

 

 

Inhaltsübersichten zu einigen Beiträgen

berg&steigen 1/06Cover des Jahrbuchs des Kuratoriums für alpine Sicherheit, "Sicherheit im Bergland 2005"Forschungszentrum für Bergsportrecht